"Spuren finden"
schulzundtebbe zeigen Walter Brusius:
„Spuren finden.“
Arbeits- und Studienreisen auf die Philippinen
SAVE the DATE:
Vernissage
13. März 2025
weitere Termine:
20., 27 März und 3. April
immer ab 18 bis 21 UHR
im schulzundtebbe LOFT
Den Walter kenne ich schon viele Jahre. Er ist ein paar Jahre älter als ich und doch verbindet uns ein aufrichtiger, gegenseitiger Respekt und eine tiefe Sympathie für die Perspektiven des Gegenübers. Mit seinem Werk bin ich vertraut. Nicht alles erschließt sich augenblicklich und doch finde ich immer und immer wieder einen besonderen Impuls darin, der dann letztlich die Gedanken zusammenführt, den Dialog mit dem Künstler, seiner Kunst, aber auch mit mir selbst.
Eine interessante Vita hat er, geboren 1950 in der tiefsten Provinz in Niederwörresbach als Sohn eines Edelsteinschleifers. Der Weg in die bildende Kunst war da kaum vorgezeichnet. Der unbedingte Wille zum Ausdruck hat sich durchgesetzt, sich mit etwas zu beschäftigen und eine künstlerische Haltung dazu zu finden. Das ist der rote Faden.
Seine Stationen, akademischen Ehren, Ausstellungen und Veröffentlichungen sind zahllos, leicht zu googeln und ich erspare sie uns an dieser Stelle. Wer mehr wissen will, liest hier: www.walterbrusius.de
Nicht so häufig sah und sieht man seine Grafik. Zu unrecht. Ich schätze diese kleinen, leisen Formate auf handgeschöpftem Bütten, jenseits der großen Geste. Diese Notizen zu seinen Themen und Träumen, die für sich allein ganz ausgezeichnet funktionieren und ausnahmslos ästhetisch dekorative Qualitäten in sich tragen, aber erst in der Reihe die ganze Geschichte erzählen. Keine Tagebücher, aber die Illustration von Etappen.
Die subjektive Kollektion in unserer kleinen Ausstellungsreihe zeigt solche Aufzeichnungen zu seinen jüngeren Philippinenreisen. Wir finden darin eine besondere Verbindung durch unsere gemeinsame Begeisterung für die Biographien und Niederschriften der Reisenden Georg Forster oder etwa Alexander von Humboldt und in den Parallelen zu meiner Tätigkeit in Projekten der internationalen Entwicklungshilfe, unter anderem eben in Asien.
Ich freue mich sehr, dass wir der Arbeit meines Freundes Walter Brusius für kurze Zeit ein Zuhause geben können und einen kleinen Teil der Öffentlichkeit, die das Oeuvre ganz sicher verdient.
Bruno Schulz
im März 2025
schulzundtebbe