"Floodlighting"

Was denn noch?

„Floodlighting“, „Gaslighting“, „Throning“, „Love-Bombing“, „Gold-Digging“, „Floddlighting“ und so weiter und so fort, erstaunlich was es alkes gibt und was man sich inzwischen alles merken soll oder muss, um überhaupt zu verstehen und mitreden zu können, einschlägiges „Gehirnjogging“ vom allerfeinsten ... man könnte glatt auf die Idee kommen, „Dating“ stünde heute synonym für „Verarsching“.

Möglicherweise liegt das an der mangelhaften Präzision des Begriffs per se, der sowohl die seriöse Anbahnung von Beziehungen wie auch von wahllosen Sexualkontakten und allem dazwischen und drumherum, drunter und drüber greifen soll.

Es ist wohl so gewollt, weil das Anstreben eines harmonischen Miteinanders in den sich nahezu ausnahmslos und ewig wiederkehrend aus nur mäßig variierenden Diäten, Tortenrezepten, Dekoartikeln, Psycho- wie Leibesoptimierung mit Yoga, Kosmetik und Skalpell, Gwyneth Paltrows Vaginalkerzen, Prominentensezierungen und eben Analysen zu Verhältnissen und deren Anbahnung kombinierenden „Frauenfachperiodika“ gerne mal als „Langweiling“ deklariert wird.

Und im nächsten Beitrag lesen wir dann, warum Karin oder Gisela sich spätesten mit ihren schmutzigen Fünfzigschattengrauhausfrauenfantasien in ihren heimischen Spießerhöllen gerne mal von einen „Badboy“ auf ihrer, für gewöhnlich kontaktarmen Ikeafurzmulde durchziehen ließen und dass offene Beziehungen und Polydiesundjenes, Genitalschmuck, Perineumsunning, Fäkalienspiele, sich Verhauen und alle anderen Formen des paranoiden Miteinanders total normal seien, solange man das nur ausgiebig bespräche.

Warum der soziophobe, finstere, bis unters Zahnfleisch tätowierte Sexgott Klaus-Dieter sich der biederen Brigitte hingeben und ihr den formlosen Frotteeschlüpfer vom gemütlichen, von bedeutungsschwangerer Grafik (Luisa 16. Februar 2007, Kevin 20. April 2009) zernadelten Leib reissen sollte, bleibt allerdings oft nur ungenügend ergründet.

Egal, ich freue mich schon seit gestern auf die nächste Sau, die morgen als heisser Scheiß durchs digitale Dorf getrieben wird.

„Lächerling.“

PS: der 20. April ist Führergeburtstag, aber auch Weltkiffertag. Ying und Yang. Guten Morgen.

Bruno SchulzComment