Armageddon.

Wer jetzt noch zu Starbucks geht, um sein sauer Verdientes in noch saurere Plörre zu konvertieren, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen, denn er leckt den Stiefel, der ihn tritt und bezahlt auch noch für den absurden Mummenschanz. Diese verstörende Bildung von freidrehenden Supereliten ist unappetitlich und die hässliche Fratze einer zutiefst verrotteten Gesellschaft, die ihr Wesen einer Gemeinschaft längst aufgegeben hat.

Ich vernehme sie schon, die kryptorchiden - nein, das hat nix mit der „Magie“ der Bitcoins zu tun - pseudoliberalen Adoranten im Thread in ihrem kümmerlichen Falsett sekundieren, die sich für den mittelmäßigen Abschluss ihres karges BWL-Provinzfachholschulstudiums als Wirtschaftsgenies spreizen und sich dafür auch noch einem Brian Niccol solidarisch erklären, quasi „inter pares“. Facepalm. Was für ein abersinniges, absurdes Theater.

Die lindnern herum von Leistung, harter Arbeit, dem anzubetenden Modell des Erfolgsversprechens und der hyperidiotischsten Vokabel im Kontext, von „Verantwortung“. Schließlich ginge es ja wieder um Arbeitsplätze, wo Steuern entstünden, die der Chef zu zahlen systematisch vermeidet. Wie blöd kann man eigentlich sein?

Und bitte erspart mir die unterbelichteten Sophismata des banalen Neidvorwurfs, denn der sagt mehr über Euch aus als über mich, die durchsichtige Rhetorik der zerebral Entkernten ohne jede nüchtern gesunde Eigenreflexion. Dieser Mangel hat leider Konjunktur in einer Zeit, in der sich mancher Michel, Frank und Brigitte Mustermann aus Bad Doof an der Blöda, einem Elon Musk und dessen abgehobener Kaste verbunden fühlt, die tatsächlich deren Existenz bedroht durch ihre Aushöhlung der Demokratie.

Stimmt nicht? „Die kämpfen für die Freiheit“? Hahaha, ja, aber nur die eigene, du Knackwurst.

https://www.spiegel.de/.../starbucks-chef-brian-niccol...

Bruno SchulzComment