Von Cockerspaniel zerfleischt.

"... in der Antarktis von einem Cocker Spaniel zerfleischt"

Die Zeitschrift „Wienerin“ hat vor ein paar Jahren ermittelt, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Frau über 30, einen guten, freien Mann zu finden geringer ist, als Terroropfer zu werden. Später hat man den Vergleich noch korrigiert: es ist sogar wahrscheinlicher, dass sie in der Antarktis von einem Cocker Spaniel zerfleischt wird.

PS: David Bus ist ein renommierter amerikanischer Psychologe und war Professor in Harvard, in Michigan und an der Universität Texas. Er hat im Rahmen einer internationalen Studie Partnerwahlstrategien in annähernd vierzig Kulturen untersucht und in seinem Standard „Die Evolution des Begehrens - Geheimnisse der Partnerwahl“ („Evolution of Desire - Strategies of Human Mating“) im Jahr 1994 veröffentlicht. Mit ernüchterndem Ergebnis: Männer sind in ihren Ansprüchen tatsächlich eher „bescheiden“, während Frauen in der Regel mehr wollen, als die Evolutionstheorie tatsächlich für sie vorgesehen hat. Die Frustration aus Erwartetem durch Erreichtem. Der 2023 verstorbene Wiener Psychologe, Akademiker und Kabarettist Bernhard Ludwig war dazu in den frühen Zweitausendern auf wissenschaftlichem Fundament mit einem gelungenen Bühnenprogramm unterwegs mit dem schönen Titel: „Anleitung zur sexuellen Unzufriedenheit.“

David Buss beschreibt in seinem Werk die biologischen Triebkräfte hinter der Beziehung zwischen Frau und Mann. Heterosexuelle Frauen und Männer verfolgen unterschiedliche Strategien bei ihrer Partnerwahl. In der Evolution, die einige nur vermeintlich selbstbestimmt auszublenden vermögen, geht es nahezu ausnahmslos um Fortpflanzungserfolge. Verkürzt: Männer wählen gerne junge Frauen, die Fruchtbarkeit signalisieren und das ziemlich statusunabhängig. Frauen suchen dagegen lieber Sicherheit und interessieren sich eher für die Ressourcen und den sozialen Status. Und das dynamisch, getreu dem Motto: „das Bessere ist der Feind des Guten.“ Daraus erklären sich inflationär erhebliche Konflikte.

Achtung: das sind „nur“ Tendenzen, keine Schubladen. Und bevor gleich wieder das Geplärre und Gezeter losgeht: nein, es liegt in alledem kein Universalanspruch, die Ausnahmen allerdings bestätigen die Regel.

PS: das Bild ist übrigens beiläufig bei Neuroflash dank KI entstanden mit dem Prompt "Cocker Spaniel mit bluttriefender Schnauze in der Antarktis und ein Paar Gummistiefel".

(Symbolbild)

Bruno SchulzComment