Prinzipien.
Die GARAGE 11 von Jens Seltrecht ist ein Unternehmen, das sich mit dem Handel von außergewöhnlichen Fahrzeugen beschäftigt und darin mit dem Erhalt von Kulturgeschichte. Ich besuche die dazugehörige Facebookseite immer wieder gerne für den anregenden Spagat zwischen dem süßen Gift der Melancholie und der Ausnahmebegabung, meine Neugier regelmäßig mit besonderen Trouvaillen zu belohnen. Es geht hier nicht um das plumpe Bleigeschwafel von absurd teuren Auswüchsen zur Befriedigung neureicher Profilneurosen, aber um Meilensteine des Individualverkehrs.
Auch ein Unternehmer schärft sein Profil nicht nur durch die Objekte seines beruflichen Handelns, aber durch seine ganzheitliche Positionierung und Haltung. Es ist das Gesamtbild, das ihn auszeichnet, die Begabung, den Schritt zurückzugehen von der Landkarte und eine größere Aufsicht zu wagen, um die persönlichen Koordinaten als Marken einzuschlagen. Manche seiner Follower können das offenbar nicht aushalten. Ihnen mangelt es offenkundig an sittlicher Reife und dem bisschen Ambiguitätstoleranz als Voraussetzung eines gedeihlichen Miteinanders und einer pluralistischen Demokratie. Sie beanspruchen Deutungshoheit auf einer fremden Unternehmensseite, maulen, zetern, opfern herum, quälen uns mit ihrem peinlichen „dramatic exit“, als wenn sie jemals wirklich auf nur irgendeinem Radar gewesen wären und uns die Bedrohung durch ihre potenzielle Abwesenheit martern könnte. Bizarr, wie die blaunen Kameraden hier Einflussnahme vorwerfen, um augenblicklich die eigenen kruden Halluzinationen auszubreiten.
Nein, es nervt auf keinen Fall, wenn ein Unternehmer Haltung demonstriert und sich nicht den fremdbeschämlichen Zeigefingereien der üblichen Verdächtigen beugt.
Gut so!
Danke.